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Unser Auftrag ist Ihr Herz!

 

 view english version...  Stress - so erkennen Sie ihn  view greek version...

 

UNSER AUFTRAG IST IHR HERZDer Begriff Stress wurde 1936 zum ersten Mal von dem in Wien geborenen kanadischen Mediziner Prof. Hans Selye geprägt. Stress bedeutet wörtlich übersetzt Druck, wird auch außerhalb der Medizin benutzt und stammt eigentlich aus der Materialforschung. Dort verstand man unter Stress, Anspannung im Sinne von Druck auf ein Material. So können wir auch im Bezug auf unseren Körper von einem Druck sprechen, der einmal mehr und einmal weniger auf uns lastet.

Ob dieser Druck tatsächlich schadet,

hängt von zwei Faktoren ab:
1) Wie hoch ist der Druck?
2) Wie gut kann der Körper mit Druck umgehen?


Gestresst sein ist das Ergebnis der eigenen Bewertung
So geht das Stressmodell von Richard Lazarus (1974) davon aus, dass Stress sehr eng an Bewertung geknüpft ist. Wir bewerten im ersten Schritt, ob eine neue Situation eine Bedrohung darstellt und ob wir sie mit unseren bestehenden Ressourcen meistern können. Was wir messen und wahrnehmen können, ist also weniger der Stress selbst als vielmehr die Reaktion unseres Körpers darauf. Vereinfacht gesagt reagiert unser Körper auf Stress, wenn wir die Anforderungen, die an uns gestellt werden, als Überforderung bewerten. Das Sprichwort: "Stress hat man nicht, den macht man sich!" wird hier in gewisser Weise bestätigt. Lazarus unterschied somit zwei Arten von Stress, nämlich den guten Stress, den wir als Herausforderung auffassen (Eustress) und den schlechten Stress, der uns vor vermeintlich unüberwindbare Hindernisse stellt (Distress). Diese Unterscheidung wird auch heute noch so vorgenommen.

nach Lazarus

 

 

 

 

 Abb. 1: Entstehung von Stress nach Lazarus (1974)

 

Die Stressoren sind vielseitig
Neben Schwangerschaft, Katastrophen, Krieg, Trennung, Bankenkrise, Existenzängsten oder Tod naher Angehöriger sind es nicht zuletzt auch alltägliche Situationen, die unseren Körper mit Stress reagieren lassen. Aggressives Verhalten im Straßenverkehr, Stau, Schule, Unzufriedenheit im Beruf oder Streit in der Familie häufen sich bei Betroffenen zu chronischem Stress. Häufig taumelt man von einer Stresssituation in die nächste und dem Körper wird zu wenig Zeit gegeben, mit dem Stressor fertig zu werden (Coping). Wenn die Erwartungen im Beruf von Kollegen und Vorgesetzten zu hoch sind, so dass auch der Zwölfstundentag nicht ausreicht, um allen Anforderungen gerecht zu werden, gerät der Körper alleine dadurch unter Daueranspannung. Dann fällt Stress auf fruchtbaren Boden und der Körper stellt die Zeichen auf Alarm. (Sekretärinnen)

Bei Stress stehen die Zeichen auf Alarm
Diese Alarmsignale waren entwicklungsgeschichtlich betrachtet überlebensnotwendig, denn nur so konnte der Mensch in Notsituationen seine vollständigen Reserven mobilisieren. Das Gefühl, gestresst zu sein, hat sicher jeder schon einmal erlebt: Wir setzen uns am Vormittag ausgeschlafen und entspannt in den Wagen, um vor wichtigen Kunden ein Konzept zu präsentieren. Die Gewissheit, gut in der Zeit zu liegen, lässt uns entspannt fahren. Ein plötzlich einsetzender Schneefall macht die Straßen nahezu unbefahrbar und ein kilometerlanger Stau lässt uns permanent gegen die Uhr fahren. Uns fällt dann ein, dass wir äußerst wichtige Dokumente vergessen haben. "Was soll ich nun machen? Was ist, wenn ich zu spät komme?", sind die Fragen, die uns durch den Kopf schießen. Sofort steigen Herzfrequenz und Blutdruck an und wir beginnen zu schwitzen. Das Zwischenhirn veranlasst unwillkürlich die Ausschüttung von Stresshormonen und unser vegetatives Nervensystem schaltet die inneren Organe auf Belastung.

Dauerstress macht krank
Macht es uns krank, wenn wir einmal mit dem Partner streiten oder einmal zu spät zu einem Termin kommen? Gewiss nicht, denn vielmehr ist es die Anhäufung solcher Stressoren. Der Körper steht dauerhaft in Alarmbereitschaft und schüttet seine Stresshormone aus. Auch nach Feierabend sind wir innerlich noch aufgedreht, reizbar und lustlos. Die Spätfolgen sind ebenso vielseitig wie gravierend. Dauerstress führt zu Burn-Out und Depression, erhöht die Infektanfälligkeit und stellt einen der hauptsächlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen dar. Wie eine schwedische Forschergruppe an mehr als 13000 Menschen zeigen konnte, führt chronischer psychischer Stress zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, auch unabhängig von anderen Risikofaktoren wie hohem Blutdruck und Veranlagung (Ohlin B, Nilsson PM, Nilsson JA, Berglund G. Chronic psychosocial stress predicts long-term cardiovascular morbidity and mortality in middle-aged men.
Eur Heart J. 2004 May;25(10):867-73.).

Stress am Herzen messen

aktuelle Stressbelastung

Unser Herz leidet nicht nur unter Stress, es zeigt ihn uns auch an. Leider ist Herzstress nicht unbedingt spürbar, etwa in Form von Schmerzen oder anderen fühlbaren Symptomen, sondern erst bei genauerem Hinsehen durch den Arzt. Eine millisekundengenaue Analyse der Schlagabfolge lässt eine Aussage über die Herzfrequenzvariabilität (HRV) zu. Wie Abbildung zeigt, spiegelt sich das aktuelle innere Gleichgewicht anhand der Veränderbarkeit der Herzschläge wider. Ein gesundes unbelastetes Herz verändert permanent seine Frequenz und passt sich somit an innere Schwankungen wie z.B. Blutdruck und Atmung sowie an äußere Reize wie etwa Temperatur und Geräusche an. Unter körperlicher und psychischer Belastung schaltet unser vegetatives Gleichgewicht von Erholung auf Belastung und die Veränderbarkeit der Herzschläge nimmt ab. Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien zur HRV zeigen, führt chronischer Stress dauerhaft zu einer Abnahme der Schlag-zu-Schlag-Schwankungen in unserem Herzrhythmus und ist dadurch messbar. Eine Messung und Bewertung der HRV durch den Arzt hilft, Stress als Risikofaktor früh zu erkennen und zu bekämpfen, bevor das Herz dadurch geschädigt wird.

 

Schwankungen im Herzrhythmus zeigen die aktuelle Stressbelastung an

Stressmessung in der Praxis
Es gibt unterschiedliche Systeme, die Herzfrequenzvariabilität (HRV) messen können. Beispielsweise gibt es für Sportler von der Firma Polar Pulsuhren, die die aktuelle Stressbelastung mit berücksichtigen. Uhren mit OwnZone® -Technologie errechnen bei jeder Trainingseinheit aufs neue die Pulsvorgabe und lassen dabei die aktuelle HRV einfließen. Ist die HRV reduziert, dann sieht der Sportler auf seiner Uhr, dass die Trainingszonen entsprechend niedriger sind, um einer Überlastung entgegen zu wirken.

Unser Auftrag ist Ihr Herz

die Lösung ist KARDiVAR und SemelUnser Auftrag ist Ihr HerzFür die ausführliche Stressmessung beim Arzt gibt es in Russland seit 2001 ein System mit dem Namen KARDiVAR. Während der Arzt eine EKG-Untersuchung vornimmt, werden gleichzeitig die Stresswerte mitbestimmt. Nach der Untersuchung erhält der Patient ein farbiges Herzporträt und kann selbst erkennen, ob Abweichungen im EKG vorliegen und ob sein Herz stressbelastet ist (s. Abbildung). Das Herzporträt zeigt ein unauffälliges EKG eines nicht stressbelasteten Herzens. Dagegen zeigen rote und gelbe Signalfarben auch beim Porträt an, dass die Stressbelastung sehr hoch ist und das EKG darüber hinaus deutliche Abweichungen aufweist. Anfangs wurde die Methode in der kosmischen Medizin zu Beginn der ersten Flüge des Menschen in das Weltall benutzt. Es war wichtig, ein Maximum an Informationen über die Körperfunktionen bei minimalem Datenfluss aus dem Weltall zu erlangen. Bekanntlich wurden in der Zeit des Fluges von Jurij Gagarin nur das Elektrokardiogramm und die Angaben über den Atem auf die Erde übertragen. Deswegen wurde der Beschluss gefasst, aus der Pulsaufzeichnung ein Maximum an Informationen zu erlangen und das wurde durch das Studium der RR-Intervallschwankung im Elektrokardiogramm möglich. Dies entspricht der HRV-Analyse.

 

Geringe Stressbelastung und hohe Stressbelastung in der Gegenüberstellung.

 

Die EKG-Untersuchung wird seit dem 1. Januar 2009

in Deutschland von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt!!!

  

Eine Ischämie (griech. ἰσχαιμία, aus altgriechisch is-ch~, „der Halt“ und häma, „das Blut“; wird ausgesprochen wie Is-chämie) oder eine Blutleere ist die Unterversorgung eines Gewebes (bzw. eines ganzen Organs) mit Sauerstoff.

 

Hierdurch wird der zelluläre Stoffwechsel behindert oder kommt letztlich zum Erliegen. Bei entsprechender Dauer dieser Unterversorgung kann es zum Absterben (Nekrose) von Zellen kommen („Infarkt“, z. B. Herzinfarkt). Die Ursachen sind meist Veränderungen von Blutgefäßen in Form einer Verengung (Stenose z. B. bei Arteriosklerose, Arterieller Verschlusskrankheit (AVK), Raynaud-Syndrom oder auch durch die an sich physiologische Reaktion im Kreislaufschock) – oder eines Verschlusses (Thrombose, Embolie oder Dissektion, z. B. Aortendissektion).

 

Eine druckbedingte Ischämie mit Gewebeschädigung führt zum Dekubitus (Druckgeschwür). Besuchen Sie KARDiVAR-Mobil ...

 

Chronische Auswirkungen: Alarm in Haupt und Gliedern