Die Bedeutung der einzelnen Indexwerte:
HR (Pulsfrequenz) größer als 100 = Gefahr für das Herz
SDNN (Mittlere Quadratabweichung, Variabilität der Herzfrequenz) größer als 100 = Gefahr von Hirninfarkt
SDNN (Mittlere Quadratabweichung, Variabilität der Herzfrequenz) kleiner als 10 = Gefahr von Herzinfarkt
CV (Variationskoeffizient) beschreibt die qualitative Variabilität der Herzfrequenz, größer als 15 = Gefahr für Hirninfarkt
SI (Stressindex) größer als 1000 = Gefahr von Herzinfarkt
IC (Zentralisierungsindex) unter der Norm = Risiko zum Burn-out, zur Depression
IC (Zentralisierungsindex) unter der Norm = Risiko zur Manie
Bei signifikant erhöhter Anzahl von Arrhythmien und extrem überhöhten Werten bei
SDNN und CV besteht ein erhöhtes Risiko zum Hirnschlag
Leistung HF (high frequency) definiert den Parasympathicus
Leistung LF (low frequency) definiert das vasomotorische Zentrum, zeigt den Druck auf Blutgefäße und das Risiko zur Verhärtung mit Spätfolgen der Verkalkung.
Massives Überschreiten der Normwerte zeigt schlechte Verarbeitung von Stress
(Probleme werden in sich hineingefressen); Werte weit unter der Norm charakterisieren den Choleriker. LF definiert zusammen mit
Leistung VLF (very low frequency) den Sympathicus
TP (Total Power) ist eine Zusammenfassung der einzelnen Parameter. Eine extreme Unterschreitung der Normwerte muss bei den o.g. Werten berücksichtigt werden!
Ein typisches Burn-out-Syndrom zeigt sich in einer Kombination von:
IC kleiner als 0,8,
HF größer als 60 und
VLF kleiner als 15.
In der linken Spalte wird der funktionale Zustand bewertet. Die Stufen
-
1-3 definieren die physiologische Norm
-
4-5 definierenden pränosologischen Zustand
-
6-7 definieren den prämorbiden Zustand, d.h., die Stufen 4-7 zeigen bereits Störungen in der Regulation des autonomen Nervensystems
-
8-10 definieren das Versagen bis hin zum Abbruch der Adaptation.
Die Anpassungsfähigkeit des Herzens an äußere und innere Veränderungen versagt. Im unteren Bereich wird die Bewertung des Zustandes der Regulationssysteme und
deren Aktivitäten beschrieben.
Die mittlere Spalte zeigt einen Ausschnitt der EKG-Aufzeichnung. Das darunter abgebildete Cardiointervalogramm zeigt grafisch die Variabilität der Herzfrequenz:
Jeder Herzschlag wird mit einem blauen Balken dargestellt, die Länge dieses Balkens spiegelt den zeitlichen Abstand zum vorangegangenen Herzschlag wider.Die Bedeutung der Hauptparameter des Herzrhythmusses sind bereits oben beschrieben worden. Die Zustandbeschreibung/Zusammenfassung nehmen sie bitte ernst.
Die rechte Spalte zeigt in Einzelgrafiken das Histogramm. Hier werden die Frequenzbereiche der einzelnen Herzschläge in ihrer prozentualen Anzahl dargestellt. Die verwendete Farbe spiegelt die Bewertung des funktionalen Zustandes wider (linke Spalte).
Das Streudiagramm zeigt, in wie weit die Variabilität der Herzfrequenz innerhalb oder außerhalb des Normfensters liegt. Die Spektralfunktion zeigt, wir sich die Anteile von HF, VF und VLF verteilen. Der Bereich ULF findet keine Bewertung.
Die ideale Verteilung der Spektralanalyse verteilt sich wie folgt:
Das heißt, der LF-Bereich sollte das 1,5-fache vom HF-Bereich betragen, der VLFBereich sollte doppelt so hoch sein wie der HF-Bereich.
Im Idealfall wäre die Verteilung:
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Eine gute Herzfrequenzvariabilität erreicht der Körper, wenn eine Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus besteht (Sympathikus = das Gaspedal beim Auto wird betätigt und der Parasympathikus = die Bremse ist technisch gut gewartet und wird verantwortungsvoll eingesetzt).
Depression ist häufig vorhanden bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und ist unabhängig mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität verbunden. Screening-Tests (KARDiVAR) für depressive Symptome sollten angewandt werden, um Patienten, die weitere Untersuchung und Behandlung erforderlich machen zu identifizieren.
KARDiVAR: „PROPHYLAXE auf dem höchsten wissenschaftlichen Level”
Meterware
In langen Metern quillt die Herzkurve aus dem Gerät. Das Papier, auf dem das EKG des Patienten abzulesen ist, türmt sich zu einem beachtlichen Stapel auf. Der Kardiologe muss die Meterware anschließend Zentimeter für Zentimeter durch seine Finger ziehen, um mit einem Kugelschreiber die Stellen zu markieren, an denen er Unregelmäßigkeiten entdeckt. Solche Szenen gehören der Vergangenheit an. Längst hat der Bildschirm die Papierkurven ersetzt. Moderne EKG-Geräte (KARDiVAR) zeichnen zudem nicht nur die Herzaktivitäten auf, sondern liefern gleich eine Analyse der Signale mit.