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ADIPOSITAS
Das Herz als Indikator
view the greek version...Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. aber fast nur „obesity“) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.
 
so schlimm darf es nicht werden!„Diabetes“ leitet sich vom griechischen Wort „diabainein“ ab. Dieser Begriff beschrieb einen Weinheber, durch den der Wein floss. Da bei einem Diabetes der Harndrang des Patienten stark erhöht ist und die Flüssigkeit durch den Körper des Patienten regelrecht „durchfließt“, eine treffende Beschreibung. Auch „mellitus“ hat einen griechischen Ursprung. „Melitos“ bedeutet „honigsüß“. Erst später wurde die lateinische Schreibweise „mellitus“ eingeführt.
  • Paracelsus war im 16. Jahrhundert der erste, der bei Diabetes eine Stoffwechselkrankheit annahm.

Entscheidend für das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ist aber nicht der BMI, sondern das Fettverteilungsmuster. Besonders nachteilig wirken sich Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen aus. Dieses innere Bauchfett („intraabdominales Fett“, „viszerales Fettgewebe“) beeinflusst den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel (Zuckerstoffwechsel) besonders ungünstig und gilt als wesentlicher Indikator des metabolischen Syndroms und führt damit zu Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

 
Der Bauchumfang ist leicht zu messen als Maß für die Fettverteilung.
Ein erhöhtes Risiko besteht für Frauen ab 80 cm, für Männer ab 92 cm.
 
Adipositas bei Kindern wird unter Berücksichtigung von Entwicklungsstand und Alter bestimmt.
 
Fehlverhalten
was führt zur Blindheit?Zu viel und falsche Ernährung einerseits – zu wenig Bewegung (Energieverbrauch) andererseits – führen zu einer ungesunden Energiebilanz. Bei einer jährlichen Energieaufnahme von etwa 1 Million Kilokalorien führt bereits eine geringe Veränderung der Energiebilanz zu erheblichen Gewichtsschwankungen.
 
Sozio-kulturelle Faktoren (Ernährungssoziologie) verführen sowohl zu Überernährung, als auch zu Unterernährung und zu Bewegungsmangel:
  • Sitzende Tätigkeit
  • Geringe Bewegung dank Auto, Fahrstuhl, Rolltreppe
  • Passive Freizeit (Fernsehen, Computerspiele)
  • Frust, Langeweile, Stress: Essen als Übersprungshandlung
  • Waren-Überangebot
  • Essen als Ersatz für emotionale und persönliche Zuwendung
  • Erziehung: „Der Teller wird leer gegessen“, „Iss was, dann wirst du was!“
  • Keine gemeinsamen Mahlzeiten
  • Negative Vorbilder: übergewichtige Eltern haben oft übergewichtige Kinder
  • Fastfood: Portionengröße, Essgeschwindigkeit, zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalt, dabei nicht ausreichend sättigend.
  • Geschmacksverstärker Glutamat (kann Appetit anregen)
  • Farb- und Geruchsstoffe, die das Essen appetitlicher erscheinen lassen
  • Werbung für Süßes und Fettes
  • Geschmacksprägung durch Zuckerzusatz (Softdrinks, Baby-Nahrung, gesüßter Tee; selbst Würste (!) enthalten Zuckerstoffe)
  • Jo-Jo-Effekt nach einer Diät (durch Rückfall in alte Essgewohnheiten)
  • Übergewicht als Schönheitsideal bzw. Zeichen für Wohlstand in manchen Kulturen
  • Fehlende Aufklärung, Mangel an alternativen Produkten
Viele Zivilisationskrankheiten hängen direkt mit Übergewicht zusammen.
Bei anderen ist der Zusammenhang ein statistischer, aber noch kein Wirkmechanismus bekannt.
Durch Adipositas vermehrtes inneres Bauchfett verursacht Entzündungen, Diabetes, Herzinfarkt und Krebs.
 
Ihr Herz als IndikatorÜbergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sind hohe Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kommen noch zwei der Risikofaktoren Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin, bzw. LDL) oder Bluthochdruck hinzu, wird die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (kardiometabolischen Risikofaktoren) nochmals deutlich erhöht, ebenso das Risiko eines verfrühten Todes.
 
Adipositas erhöht das Risiko für arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes, Zuckerkrankheit), Reflux, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfälle, Brustkrebs, Arthritis und Arthrose, Gelenkschmerzen, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen wie Osteochondrosis intervertebralis, Fußdeformitäten (Stempelfuß), Gallenblasenerkrankungen, Gicht und das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. Die Gefährlichkeit einer Venenschwäche/Venenthrombose, ebenfalls durch Übergewicht bedingt, wurde lange Zeit verkannt. Beträgt der BMI im mittleren Lebensalter zwischen 25 und 29,9, ist das Mortalitätsrisiko bereits um 20–40 % erhöht.
 
Auch die seelischen Folgen der Adipositas sind gravierend. Die Betroffenen fühlen sich oft als Versager und Außenseiter. Oft treten psychische und sogar wirtschaftliche Schäden für die Betroffenen auf, weil Fettleibigkeit gesellschaftlich nicht toleriert wird und Betroffene oft beruflich ausgegrenzt werden. Adipositas kann beispielsweise einer Einstellung in den öffentlichen Dienst oder einer Verbeamtung entgegenstehen; es müssen dabei die Anforderungen der konkreten Tätigkeit berücksichtigt werden.
 
hier gehts zu Bioforge...Die durchaus auch finanziellen und sozialwirtschaftlichen Folgen von Übergewicht sind enorm. Ernsthafte Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat (Gelenkschäden, Muskelverspannungen, Knochendeformation, Schäden an Bändern, Sehnen und Schleimbeuteln, Wirbelsäulenverkrümmung und Bandscheibenvorfall, sowie Knochenwachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen) führen zu unzähligen Sekundär-Therapien und schweren Operationen.
 
Entscheidend ist eine positive Motivation:
Vorfreude auf ein gesundes Leben mit mehr Wohlfühlen, Lust an Bewegung, besseren Lebensstil, genussvollem Essen, Einsichten, Erkenntnisse, Zielgerichtetheit, Unabhängigkeit, Reife, Freiheit, soziale Kontakte, etc. Dass also für alle diese Werte die Anstrengung der Kontrolle freudig geleistet werden will.
 
Nicht „weg vom Übergewicht“, sondern „hin zum Leben“.
 
Deutschland: höchste Diabetes-Rate in Europa
ehrlich unentbehrlich...In Deutschland sind zwölf Prozent der 20- bis 79-Jährigen an Diabetes Typ 1 oder Typ 2 erkrankt – mehr als in allen anderen europäischen Ländern. Zum Vergleich: In Frankreich, Italien oder Spanien leiden weniger als zehn Prozent an Diabetes, wie die International Diabetes Federation (IDF) vor kurzem in ihrem Atlas veröffentlichte. Weltweit sind mehr als 285 Millionen Menschen erkrankt. Der erhöhte Blutzucker führt zu Folge- und Begleiterkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Augenerkrankungen sowie Fußamputationen.
 
NEUROPATHIE: In Deutschland müssen jedes Jahr rund 50000 Füße amputiert werden. Am häufigsten betroffen sind Diabetiker.
 
„Wir leben in einer figurfeindlichen Umgebung“, erklärt Willi Ehrlich. Autos, Fast Food und Fernbedienungen seien Gift für ein gesundes Gewicht. Vor der Verfettung schützt nur Engagement, BioShape und Wachsamkeit – ein Leben lang. (www.LebensLanges-Lernen.Tel)
 
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