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MOBBING: DAS GEHT UNS ALLE AN!
MOB
Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet Anpöbeln,
Fertigmachen (mob = Pöbel, mobbish = pöbelhaft).
Das Phänomen, das dahinter steckt, ist der lang andauernde Psychoterror in der Schule, was im Übrigen keine Erscheinung jüngeren Datums ist. Unter Mobbing sind nicht die alltäglichen Schulkonflikte gemeint, sondern Handlungen negativer Art, die durch eine oder mehrere Personen gegen eine Mitschülerin oder einen Mitschüler gerichtet sind und über einen längeren Zeitraum hinaus - ein halbes Jahr oder länger - vorkommen.
Mobbing steht für alle böswilligen Handlungen, die kein anderes Ziel haben, als eine Mitschülerin oder einen Mitschüler fertig zu machen.
Aus Angst
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in der Schule zu versagen
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nicht ausreichend beachtet zu werden
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selbst zu den Mobbing - Opfern zu gehören
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kurz: Seine Minderwertigkeitskomplexe an Mitschülern ausleben
Weil es sogar natürlich ist
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In fast jedem von uns schlummert die Neigung zu unfairem Verhalten. Neid und Missgunst beherrschen unsere Seelen.
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Außerdem wird es den Mobbern ja auch leicht gemacht. Duckmäußerisch und blass schleichen Mitschüler durch die Gänge und zucken schon beim kleinsten Türenschlagen zusammen.
Die Folgen von Mobbing
Psychisch und physisch. Denn Mobbing bedeutet Ausgrenzung und stellt den Betroffenen unter extremen Stress.
Zunächst treten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen auf. Bereits nach kurzer Mobbingwirkdauer zeigen sich Gedankenautomatismen, und das Denken kreist ständig um die in der Schule erlittenen Quälereien. Daraus ergeben sich Identitäts- und Selbstwertkrisen, neurotische Störungen, Erschöpfungs- und Versagenszustände. Der Betroffene leidet an Versagensängsten und Depressionen und schreibt deswegen dann schlechte Zensuren. Bei besonders erfolgreichem Mobbing kommt es sogar zu Selbstmord.
Selbst der Volksmund kennt passende Ausdrücke für diesen Zustand:
Für die dann häufig auftretenden Symptome gibt es in der Umgangssprache eine ganze Reihe von Umschreibungen So wird jemand, dem man seinen Streß deutlich ansieht beispielsweise gefragt: "Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?"
Alle unsere Probleme sind mit Gefühlen besetzt. Können wir das Problem in absehbarer Zeit nicht lösen, verursacht es diesen besagten Stress.
Wir alle stehen täglich stressigen Situationen gegenüber, aber weil wir alle einzigartig sind, erzeugt dieselbe Situation für manche Menschen einen ziemlich großen Stress, für andere weniger und für wieder andere überhaupt keinen. Dein GLAUBENS - SYSTEM entscheidet darüber wie stark Deine Reaktion auf Stress ist. Und die Reaktion heisst meistens Krankheit!
Wenn das Stressniveau zu hoch wird, werden wir emotional "überwältigt". In einem Zustand des Überwältigtseins funktionieren wir nicht effektiv, fühlen uns außer Kontrolle, verlieren unsere Ziele aus den Augen, fühlen, dass wir keine Wahlmöglichkeiten haben und wünschten, das Problem würde sich von selbst lösen, sich schnell legen oder einfach verschwinden.
Nichts dergleichen geschieht. Hält der Stress über Tage oder Wochen an, ohne dass er gelöst werden kann, ist Krankheit die unvermeidliche Folge.
Wie Kinder und Jugendliche auf Stress reagieren
Stress kann sich körperlich und seelisch äußern: Betroffene Kinder und Jugendliche klagen zum Beispiel über Magenschmerzen, Schweißausbrüche oder Kopfschmerzen, sind gereizt, stark erschöpft oder haben Angst. Als kurzzeitige Reaktionen auf aktuelle Ereignisse, wie beispielsweise eine schwierige Schularbeit, ist das völlig normal. Problematisch wird es erst, wenn die Symptome länger anhalten. Die Folge können psychosomatische oder funktionelle Krankheiten sein. Manche Kinder und Jugendliche werden aggressiv und reagieren destruktiv. Sie fallen in der Gruppe auf, weil sie ständig stören. Andere wiederum ziehen sich in sich selbst zurück. Sie erzählen wenig und wirken antriebslos. Beide Reaktionen können längerfristig den Effekt haben, dass die sozialen Beziehungen beeinträchtigt werden.
"Eine Schule, die Mobbing zulässt, höhlt ihre eigene Autorität aus".
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will den Lehrern des Landes in Zukunft besser im Kampf gegen Mobbing beistehen. "Wir haben es hier eindeutig mit Straftaten zu tun, die zu Recht mit empfindlichen Strafen geahndet werden können." Die Bandbreite der erfüllten Straftatbestände reichen von Beleidigung über Nachstellung bis hin zu Körperverletzungsdelikten.
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung benötigen Hilfe und Unterstützung, um sich in angemessener Weise entwicklungsfördernd mit sich selbst und ihrer psychosozialen Umwelt auseinander zu setzen, schulischen Anforderungen zu entsprechen und dem Bildungsgang folgen zu können.
Xenophobie Die Xenophobie (gr. ξενοφοβία „Fremdenangst“, von ξένος xénos „Fremder“ und φοβία phobia „Angst“, „Furcht“), auch Fremdenfeindlichkeit, bezeichnet ein mit persönlicher Abneigung und Abwehr verbundenes Verhalten der Scheu oder Furcht gegenüber als „anders“ oder „fremd“ vorgestellten Personen oder Gruppen, das vielfältige Formen der Ausgrenzung zur Folge hat. Nun bin ich als Türke in Deutschland (Gastland) und provoziere Fremdenfeindlichkeit? Wie dämlich, oder gestört muß man sein!
Ihr habt ein Problem und könnt nicht reden - wir stellen dein Problem online!
Am Ende geht es vor allem darum, dass die Lehrer das Lehren lernen und die Schüler das Lernen.
Mit Nachsitzen ist keinem geholfen, wenn die Lehrer die einzelnen Schüler nicht erreichen wollen.
NACHSITZEN
Als erzieherische Maßnahme ist die "Nacharbeit unter Aufsicht" in § 53 Abs. 2 SchulG genannt. Diese Maßnahme kann angeordnet werden, wenn eine Schülerin oder ein Schüler durch eigenes Verschulden Unterrichtsstoff versäumt hat. Zu beachten ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Nacharbeit unter Aufsicht des Lehrers im Anschluss an den regulären Unterricht kommt nur bei umfangreichen Unterrichtsversäumnissen in Betracht. Die Erziehungsberechtigten müssen bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern vorher informiert werden. Auf die Belange von Fahrschülern muss Rücksicht genommen werden.
Wenn ältere Schüler jüngere mobben
Was kann man tun, wenn Schüler mobben? Wie können Schüler einen Freund oder eine Freundin unterstützen, der/die gemobbt wird? Wie kann sich eine Klasse phantasievoll gegen Mobbing und Mobber wehren? Wie kann eine Schule zum Ausdruck bringen, dass auf ihrem Schulhof und in ihren Räumen Mobbing nicht geduldet wird?
"Fehlendes Unrechtsbewusstsein und völlige emotionale Verwahrlosung. Da Bedürfnisse immer mehr durch Konsum statt durch Zeit befriedigt werden, hat man verlernt, mit Gefühlen umzugehen. Konflikte werden auf Äußerlichkeiten projiziert, also weniger "ich finde dich doof", als viel mehr "deine Klamotten sind doof".
Das Leben gilt immer mehr als Comedy - habe ich die Lacher auf meiner Seite, bin ich "in". Der Funfaktor bringt Coolness und schafft gleichzeitig Distanz, ist ein perfektes Werkzeug, ja keine Gefühle zeigen zu müssen. Viele begreifen den Schulgang nur als Spass, als Gelegenheit im Mittelpunkt zu stehen und die eigene Coolness vor anderen darzustellen. Nicht nur die Schule, das ganze Leben ist "just fun and nothing else".
"Mobbing funktionert ja beidseitig: einmal von denen, die im Mittelpunkt stehen wollen, sogenannte Anführer, und dann von denen, die sich in deren Schatten wohler fühlen als alleine. Für die Mitläufer gilt: "gehöre ich zu diesem Kreis, kann ich ganz gut in der Masse verschwinden und entgehe der Gefahr, selber gemobbt zu werden. Werde ich aus diesem Kreis ausgeschlossen, bin ich dem Mobbing der anderen schutzlos ausgeliefert. Es ist leichter Freunde zu finden, wenn ich mich diesem Kreis anschliesse, da dieser davon lebt, dass sich Mitschüler/innen anschliessen. Die Gefahr, dass ich nicht mit reindarf, ist bei so einem Kreis wesentlich geringer, als wenn ich mich auf die Suche nach einer/m Freund/in mache.", denn die "Gesetze" einer Gruppenaufnahme sind klarer zu durchschauen. Die Kinder werden erst mal versuchen, sich dem erstrebten Kreis anzunähern, um die Regeln für die Aufnahme besser abschätzen zu können. Nachdem sie sozialen Regeln der jeweiligen Gruppe erlernt haben, beginnt die Anpassungsphase."
Auch Kinder, die durch ihre familiäre Situation Minderwertigkeitsgefühle haben, passen sich besonders gut der Masse an. In einigen Fällen verstecken sie ihr mangelndes Selbstwertgefühl, indem sie Führungsrollen beim Mobben anderer einnehmen."
Es wird immer wichtiger für die Zukunft, mit den Kindern wieder ins Gespräch zu kommen, um ihnen wieder andere Werte mitgeben zu können. Man muss sich jedoch darauf einstellen, dass diese Veränderungen lange Zeit in Anspruch nehmen werden. Erfolge können manchmal vielleicht erst im Erwachsenenalter der Kinder zum Durchbruch kommen.
WENN LEHRER IN DER PAUSE WEGSEHEN... "Seitens der Schulleitung wird die 'heile Familie' propagiert, die Sorge um den Ruf und das Image der Schule ist grösser als die um die Entwicklung der Schüler. Ähnlich verhält es sich innerhalb mancher Klassen und Familien: Mobbing wird geheimgehalten, übertüncht oder schöngeredet. Kinder lernen sehr schnell, welche Themen tabu sind, doch darf man sich nicht wundern, wenn dadurch das Konfliktbewältigungspotential immer kleiner wird. (siehst du nicht das wir uns unterhalten - wenn man einen Lehrer anspricht)
Unglaublich aber wahr,
es gibt Gymnasiallehrer die Mobbing im Gymnasium,
mit Mobbing in öffentlichen Verkehrsmitteln gleichstellen.
Seitens des Lehrkörpers wird oft das Gespräch gesucht. Das gestaltet sich wegen oben genannter "Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität" oft sehr schwierig.
Ein kleiner "Trick" der Lehrer ist das Organisieren von Elternabenden vor Klassenfahrten. Dann kommen viele Eltern, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Abgesehen von wichtigen organisatorischen Informationen, können auch andere, mobbingspezifische Themen angesprochen werden. Ein für den Elternabend organisiertes Rahmenprogramm kann dafür sorgen, dass bestimmte Themen nicht schülerbezogen, sondern allgemein zur Sprache gebracht werden. Kurze Filme oder Vorträge können hier sehr hilfreich sein. Natürlich wollen Eltern alles besser machen, sind bei der Umsetzung aber oft überfordert. Über Probleme kann dann viel offener diskutiert werden. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, nach dem Elternabend noch mit ein paar Eltern auf ein Bierchen in die Kneipe zu gehen. In der privateren Atmosphäre lässt es sich viel leichter über heisse Themen diskutieren und die Eltern erhalten die Chance, sich dazu mit den anderen Eltern auszutauschen, und zu erkennen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.
"Folgende Lösungsansätze für Mobbing in diesem Alter und Umgang mit Fehlern und Strafe sind vielversprechend:
wir müssen wieder lernen, unseren Kinder und Mitmenschen ruhig auch ihre Fehler ehrlich zu verzeihen. Der ehrliche und freundliche Umgang ist sehr wichtig: nur so lernen die Kinder, andere zu respektieren, ein Rückgrat aufzubauen und kreativer mit Fehlern umzugehen; gerade kleineren Kindern tut es zum grössten Teil noch sehr leid, wenn sie einen Fehler begangen haben. Hierauf muessen Eltern / Lehrer eingehen, indem sie ihren Kindern nicht nur ihre Fehler ehrlich verzeihen, sondern ihnen auch die Zeit widmen, auf die Fehler einzugehen und Lösungsvorschläge für ein anderes Verhalten aufzuzeigen und auch eigene Fehler nicht verheimlichen; das Kind soll gar nicht erst unter den Druck geraten, eine vermeintliche heile Welt zu stören und Fehler oder Missetaten geheimzuhalten.
"Ist es schwierig "Täter" und "Opfer" an einen Tisch zu bringen und frei über vorhandene Probleme zu sprechen?"
"Nein, das ist überhaupt nicht schwer. Es kommt nur häufig kein ehrliches Gespräch zustande, das einem sinnvollen Ergebnis aber zugrunde liegen muss. Es kommen zwar Aussagen, wie "ja, tut mir leid"; da diese aber nicht ehrlich gemeint sind, geht es am nächsten Tag weiter wie zuvor. Die Gründe hierfür sind:
- Coolness
- Inkonsequenz bei der Bestrafung
- Zeitmangel der Verantwortlichen
Unter einer Psychopathie (Kunstwort aus griechisch ψυχή, psychḗ, „Seele“ und πάθος, páthos, „Leiden“; jeweils altgriechische Aussprache) wird in der Forensischen Psychologie und Psychiatrie eine schwere Form der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung verstanden, die in ihrer Ausprägung die beiden genannten Persönlichkeitsstörungen übertrifft.
Wenn Mobbing Schülern das Lernen verleidet
Mehr Sozialabeiter und Psychologen für die Schulen
"Mobbing" ist kein Unterrichtsfach, und trotzdem steht es bei vielen Schülern täglich auf dem Stundenplan - bei Tätern und Opfern. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg ermuntert Eltern und Lehrer, genau hinzusehen und gemeinsam gegen krank machende Ausgrenzungen und das Niedermachen einzelner durch Gruppen vorzugehen.
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